Unsere neue Website
Unsere neue Website: in 3 Wochen gebaut - mit KI und Handwerk
Technologie entwickelt sich in einem atemberaubenden Tempo. Was heute angekündigt wird, ist morgen produktiv einsetzbar – bei uns oft schon drei bis vier Monate nach dem Launch in Kundenprojekten. Diese Geschwindigkeit ist unser Alltag. Nur ein Bereich hielt nicht mit: unsere eigene Website.
Das Problem: Ein CMS als Flaschenhals
Unsere bisherige Website lief auf WordPress. Jede inhaltliche Erweiterung, die über einen simplen Textwechsel hinausging, bedeutete: Template anpassen oder erweitern. Und das hiess konkret – Wünsche präzise formulieren, an die Agentur übergeben, warten, prüfen, nachbessern. Ein Prozess, der Wochen dauern konnte, für Änderungen, die inhaltlich in einer Stunde klar waren.
Das lag nicht an der Agentur. Es lag am Setup: personelle Abhängigkeiten kombiniert mit einer technischen Architektur, in der Design, Struktur und Inhalt zu eng verzahnt sind. Für ein Unternehmen, das Kunden dabei hilft, genau solche Flaschenhälse zu eliminieren, war das zunehmend schwer zu ertragen.
Die Frage an Claude
Anfangs Sommer stellte ich Claude eine einfache Frage: Wie ändere ich das? Ich möchte Seiten mit KI erstellen können – und trotzdem den Content vernünftig pflegen, ohne für jede Textänderung einen Entwickler zu brauchen.
Die Antwort war ein klarer Architekturvorschlag: Claude Design → GitHub → Vercel, mit Sanity als Headless CMS. Design und Struktur entstehen mit KI, der Code wird versioniert und automatisch deployt, und die Inhalte leben getrennt davon in einem CMS, das jede und jeder im Team bedienen kann.
Mit dieser Idee ging ich zu unserem Engineering und fragte: Ist das realistisch umsetzbar?
Die Umsetzung: Kurz, fokussiert, mit dem richtigen Können
Um es auf den Punkt zu bringen: Nach kurzer Zeit stand die gesamte Infrastruktur. Die einzelnen Komponenten wurden über eine automatisierte Pipeline verbunden – vom Design über das Repository bis zum Deployment.
Was es dafür brauchte: einen Full-Stack-Developer, der die richtigen Open-Source-Komponenten auswählte und zu einer robusten Lösung zusammenfügte. Keine monatelange Projektorganisation, kein grosses Team. Aber eben auch nicht «die KI macht das schon» – sondern jemand, der die Architektur versteht und weiss, wo die Fallstricke liegen.
Das Resultat: Zwei Werkzeuge, klare Rollen
Heute funktioniert die Pflege unserer Website so:
- Website-Anpassungen und -Erweiterungen – neue Sektionen, Layouts, ganze Seiten – machen wir mit Claude Design. Aus einer Idee wird in Stunden eine umgesetzte Seite, nicht in Wochen.
- Inhalte – Texte, News, Blogbeiträge, Roundtable-Einträge – pflegen wir direkt in Sanity. Ohne Entwickler, ohne Agentur, ohne Wartezeit.
Die Website hält jetzt mit unserem Tempo mit.
Was das mit unserer Projektarbeit zu tun hat
Beim Rückblick auf dieses interne Projekt zeigten sich viele Parallelen zu unserer täglichen Arbeit für Kunden. Neue Technologie – insbesondere KI – ermöglicht Ansätze, mit denen sich Aufgabenstellungen deutlich schneller und kostengünstiger umsetzen lassen als noch vor zwei Jahren.
Aber: Ohne das Handwerk zu beherrschen, wird es schwierig. Die KI liefert Geschwindigkeit; die Qualität und Robustheit der Lösung kommen von Menschen, die Architektur, Datenflüsse und Betrieb verstehen.
Das gilt für das Projekt «New Website» genauso wie für die «Patienten-Überweisung» in einem Spital. Die Technologie ist neu – der Anspruch an sauberes Engineering bleibt.